Der Damenturnverein Uster schenkte der Männerriege zum runden Geburtstag eine Rock-'n'-Roll-Tanzeinlage aus der Zeit der Vereinsgründung.
Uster Die Männerriege feierte im Stadthofsaal im Beisein von Vertretern anderer Vereine ihr 50-Jahr-Jubiläum
Die Männerriege Uster lud am Samstag zum Jubiläumsabend in den Stadthofsaal. Mit von der Partie auch Frauenturnverein, Damenturnverein, Männerturnverein, Frisa sowie der Stammverein TVU.
Cathrin Jerie
Zu ihrem 50-jährigen Bestehen veranstaltete die Männerriege ein grosses Fest. Am Samstagabend fanden sich über 200 geladene Gäste im Stadthofsaal ein. Der Ustermer Stadtrat war durch Hans Streit genauso vertreten wie der Zürcher Turnverband durch Kurt Menzi. Wer ebenfalls nicht fehlte, waren die beiden Mitbegründer der Männerriege, der fast 100-jährige Conrad Joost und der 83-Jährige Hans Aebersold. Sie hatten zusammen mit 20 Männern am 28. Februar 1957 per Unterschrift bestätigt, einer Turnorganisation beitreten und einmal pro Woche turnen zu wollen.Zuerst wurde die Turnhalle Freiestrasse für die Körperertüchtigung genutzt, aber bereits am 22. August 1957 konnte die Männerriege in die Turnhalle Krämeracker einziehen, wo sie bis heute geblieben ist. Zahlreiche weitere Geschichten aus dem Vereinsleben der Männerriege wurden den Besuchern in Form einer kleinen Chronik überreicht.Wie bewegt das Vereinsleben ist, betonte auch OK-Präsident Peter Baumgartner in seiner Rede. Er blickte zurück auf Höhepunkte wie die Betreuung einer Tour-de-Suisse-Etappe, den alljährlichen Greifenseelauf oder auch die Eidgenössischen Turnfeste. «Sportliche Männer brauchen keine Hosenträger, denn sie tragen die Hosen selbst», sagte Baumgartner. Ganz nach dem olympischen Motto «Schneller, höher, weiter» sollten die Männerriegler weiterturnen; genauso wichtig sei aber das Motto «Dabei sein ist alles».
Bevor der Hauptgang aufgetischt wurde, kamen die Gäste noch in den Genuss einer Darbietung des Damenturnvereins. Zu Rock 'n' Roll schwangen die Frauen die Rocksäume und zeigten eine rassige Tanzeinlage. Das Publikum applaudierte begeistert. Für den Präsidenten der Männerriege, Peter Sunier, hatte der Conférencier Archibald Brändli einen roten Teppich ausgerollt. Dieser war aber zu kurz. Unter dem Gelächter des Publikums wurde Sunier darauf auf dem Teppich stehend von Archibald zum Rednerpult gezogen.Präsident Sunier nahm die zahlreichen Gratulationen und Geschenke der Vereine entgegen. Stadtrat Hans Streit betonte die Wichtigkeit der Vereine, mit denen Uster aktiv bleibe. Auch Kurt Menzi vom Zentralvorstand des Zürcher Turnvereins lobte die Männerriege. «In den letzten 50 Jahren hat die Männerriege erst sieben Präsidenten gehabt; das zeugt von einem guten Klima.»Werner Fortunat, der Präsident der Frisa, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen. In der Riege der Gratulanten fehlte auch der Männerturnverein mit Präsident Paul Honegger nicht. Ein besonderes Geschenk überbrachte Hanspeter Schärer, Präsident des Turnvereins: einen Sack tiefgefrorener Pommes frites. «Die Männerriege ist auch stark im Betreiben von Festwirtschaften», begründete Schärer. Das eigentliche Geschenk sei aber eine Friteuse, damit die Männerriege weiterhin so gut fürs leibliche Wohl sorgen könne.Diesmal liessen sich die Jubilare jedoch gerne mal bekochen. So sorgte die Metzgerei Hotz für Speis und Trank. Der Verein Quick übernahm das Servieren des Menüs. Das Dessert, ein Stück Torte, stammte aus der Ustermer Confiserie Vuaillat. Als letzte Darbietung trat die Tanzgruppe Upsidedown mit arabisch anmutender Tanzchoreografie auf. Conférencier Brändli alias René Burkhardt verabschiedete sich mit einem kleinen Feuerwerk. Doch das Fest war noch lange nicht zu Ende, denn bis in die frühen Morgenstunden wurde getanzt.
Erschienen am Montag, 12. Februar 2007
© Der Zürcher Oberländer / Anzeiger von Uster
Uster
Die Männerriege Uster feierte am Samstag im Stadthofsaal ihr 50-Jahr-Jubiläum. Eine ganze
Reihe von Gratulanten würdigte den Verein, allen voran Stadtrat Hans Streit seitens der
Stadt und Kurt Menzi vom Zentralvorstand des Zürcher Turnvereins. Dieser meinte: «In den
letzten 50 Jahren hat die Männerriege erst sieben Präsidenten gehabt; das zeugt von einem
guten Klima.»
Ein originelles Geschenk brachte Hanspeter Schärer mit, der Präsident des Turnvereins, nämlich
einen Sack tiefgefrorene Pommes frites. Als Grund dafür gab er an: «Die Männerriege ist auch stark
im Betreiben von Festwirtschaften.» Das eigentliche Geschenk sei freilich eine Friteuse.
Mit von der Partie waren am Samstag auch 2 der rund 20 Gründungsmitglieder, die die Männerriege
1957 aus der Taufe gehoben hatten. (avu)
Erschienen am Montag, 12. Februar 2007
© Der Zürcher Oberländer / Anzeiger von Uster